Hamburger Surfreviere

Das Windsurfen ist innerhalb Hamburg nur im äußersten Südosten der Stadt auf dem Oortkatensee und auf der Elbe oberhalb der Stadt zwischen dem Hafen Oortkaten und Geesthacht möglich. Beide Reviere wollen wir hier kurz beschreiben:

dsc_0455_tn1. Oortkatensee:

Der Oortkatensee, der offiziell auch Hohendeicher See genannt wird, liegt zwischen den Ortsteilen Ochsenwerder und Kirchwerder direkt an der Elbe. Zu erreichen ist der See mit dem Auto über Tatenberg oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln mit der Buslinie 120, die direkt ab dem ZOB bis nach Geesthacht verkehrt.

Der See, der rd. 1,5 km lang und maximal ca. 400 m breit ist, wird im Sommer von den Hamburgern gern als Ausflugs- und Baderevier genutzt. Die Windsurfer teilen sich darüber hinaus den See mit drei Segelvereinen, die hier regelmäßig ebenso wie die Windsurfer ihre Regatten durchführen.

Für die Windsurfer ist der See besonders für Anfänger bestens geeignet, da es nie weit bis zum nächsten Ufer ist und so ein gefahrloses Lernen möglich ist. Daher finden hier in den Monaten von Mai bis September auch regelmäßig Anfängerkurse für Windsurfer statt, die dem dort ansässigen Windsurfing Club Hamburg einen beachtlichen Zulauf gebracht haben.

Die Windverhältnisse haben sich auf dem Oortkatensee in den vergangenen Jahren leider deutlich verschlechtert. Ursachen sind die Deicherhöhung vor einigen Jahren und der inzwischen beachtliche Baumbestand rund um den See. Wer also dort surfen will, muss mit häufigen Böen und Winddrehern rechnen. Somit ist der See auch etwas für regattaerfahrene Taktiker.

dsc_0350_tn2. Oberlauf der Elbe zwischen Oortkaten und Geesthacht

Kaum bekannt aber wahr: Die Elbe darf zwischen dem Hafen Oortkaten und Geesthacht durchgängig zum Windsurfen genutzt werden. Allerdings sind beim Surfen auf der Elbe einige Punkte besonders zu beachten.

  • Die Elbe ist eine Binnenwasserstraße, auf der reger Schiffsverkehr herrscht. Binnenschiffern ist stets auszuweichen. Zu beachten ist, dass die Schiffe entsprechend der Beschilderung entlang der Elbe stets die Außenkurven nehmen und daher an bestimmten Stellen von der einen Seite des Fahrwassers auf die andere wechseln.
  • Die Elbe ist ein Strömungs- und Tidengewässer. Alle ca. 6 Stunden kippt die Tide und mit ihr die Strömung. Wer auf der Elbe surfen will, sollte sich über den aktuellen Stand der Tide stets informieren und sich bewusst sein, dass es ggf. erforderlich ist, gegen die Strömung zurück zu kreuzen.

Aus diesem Grunde ist die Elbe kein Anfängerrevier sondern nur etwas für erfahrene Windsurfer, die Spaß daran haben, auf längeren Strecken entlang des Flusses Hamburg einmal von einer ganz anderen Seite zu entdecken. Weitere Auskünfte zu diesem Revier gibt es beim Windsurfing Club Hamburg.

Insbesondere auf Höhe des Oortkatensees bietet die Elbe jedoch gerade bei den meist vorherrschenden Winden aus Südwest eine interessante Alternative. Während der Wind ablandig über den Deich fegt und auf dem schmalen See zu heftigen Böen führt, bläst es auf der Elbe dann auflandig und sehr viel konstanter, so dass an Starkwindtagen sogar kurze Bretter auf er Elbe zum Einsatz kommen.