erstellt am: 5. März 2015 / Breitensport

SAR-Zukunft bleibt ungeklärt

Bundestag und Verkehrsministerium streiten über Hubschrauber

Der Streit zwischen Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und dem Bundestag um eine Neuregelung des zivilen Rettungsdienstes über Nord- und Ostsee spitzt sich zu.

Selbst Unionsabgeordnete sind inzwischen erbost über den CSU-Minister. Grund für den Ärger: Obwohl der Rechungsprüfungsausschuß des Bundestags wegen Problemen bei den Rettungshubschraubern ein neues Konzept für den Such- und Rettungsdienst (SAR) verlangt hat, legt Dobrindts Staatssekretär Enak Ferlemann jetzt die alten Reformpläne erneut vor. Dobrindt will die Zuständigkeiten für die Rettung über See aufteilen: Für verunglückte Flugzeuge und Schiffe soll die Marine zuständig bleiben – obwohl deren 40 Jahre alten „Sea-King“ Hubschrauber so reparaturanfällig sind, das statt der zugesagten zwei Maschinen für die Stützpunkte Helgoland und Warnemünde nur eine verfügbar ist. Die Hilfe bei schweren Unfällen in Meereswindparks soll dagegen das Havariekommando in Cuxhaven übernehmen und dazu auf einen neuen und zwei alte Helikopter der Bundespolizei zurückgreifen können. Das lehnt Innenminister Thomas de Maizière ab. In seinem Bericht ignoriert Ferlemann die Probleme schlicht. Man habe die Angebote der Marine und der Bundespolizei geprüft. Im Ergebnis halte man an dem bisherigen Vorschlag fest.

Quelle: THB / Deutsche Schiffahrts-Zeitung v. 05. März 2015