2015-Bericht des Beisitzers für Leistungssport Hans Herbert Hoffmann

Liebe Vereinsvertreter,

der Trainings- und Regattaplan der Hamburger Kader konnte, dank ihrer Unterstützung, wie geplant durchgeführt werden. Insgesamt wurden die Kader an 159 Tagen (Opti – 53, Laser – 48 und 420er – 58) gefördert und betreut. Dank den Trainer Cyril Auer / Dennis Paaske bei den Optimisten und dazu auch für die Planung und Betreuung den Eltern Petra Wille, Kerstin Ingwersen, Oliver Kosanke, Axel Ulrich. Der Laser-Kader wurde in bewährter Weise von Klaus Lahme geführt und die 420er führte, ebenfalls in bewährter Weise, Mathias Grüning durch die Saison.

Die Erfolge des Vorjahres konnten leider nicht ganz gehalten werden. Dennoch schaffte die Mannschaft Tim Stilkenbäumer / Lukas Linthout (NRV) die Qualifikation zur 420er-WM nach Japan und die Mannschaften Tom Luis Schönfeldt / Caspar Miebach, Mats Krüger / Moritz Jung, Jacob Ahlers und Max Krause (alle MSC) schafften den Sprung zur Jugend-Europameisterschaft nach Burgos (Bulgarien). Bei den Optimisten gab es gute Einzelergebnisse, aber der große Wurf blieb uns leider verwehrt. Die Ergebnisse im Laser-Kader waren sehr vielversprechend und der Deutsche Meister Titel U17 (Platz 2 der offenen Wertung) von Leo Hanisch (NRV) im Laser Radial bestätigten die gute Arbeit. Allen herzlichen Glückwunsch!

Stolz können wir wieder über die Erfolge unserer Segler und Vereine im Junioren- und Erwachsenen-Bereich sein. Ob Inshore oder Offshore, die Hamburger Segler hinterließen auf vielen nationalen und internationalen Veranstaltungen ihre Spuren. Die Segel-Bundesliga erfreut sich weiterhin einem sehr großen Medieninteresse, was dem Segelsport in der Öffentlichkeit nur nutzen kann. Dort waren wir mit dem NRV in der 1.Bundesliga und dem HSC, BSC, MSC und ENSFR in der 2.Bundesliga vertreten. Leider gelang dem NRV der dritte Erfolg in Reihenfolge nicht, konnte aber mit dem dritten Platz das Treppchen erreichen. Allen herzlichen Glückwunsch!

Die Aus- und Weiterbildung durch Hannes Diefenbach wurde in bewährter Weise fortgeführt und die Kurse wurden wieder gut angenommen. Herzlichen Dank.

Sehr betrübt hat mich ich die Abstimmung für die Olympischen Spiele in Hamburg. Nach meiner Meinung hat der Sport hier eine große Niederlage erlitten. Die große Chance Infrastrukturmaßnahmen für den Sport, aber auch die Allgemeinheit, frühzeitig durchführen zu können, wurde klar vertan und Olympische Spiele hätten der Hansestadt gut zu Gesicht gestanden.

Besonders betroffen war ich aber über die Nachrichten im Anschluss. Zunächst wurde, auf Nachfrage bei HSB, wegen Überlastung und nicht Finanzierbarkeit (Olympiareferendum) die Ehrung der Sportler für das vergangene Jahr ausgesetzt. Im Anschluss konnte man der Presse entnehmen, dass der Etat für das Team Hamburg zur Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Rio um 50 TEURO gekürzt wird. Gerade jetzt, wo die Sportler jede Unterstützung brauchen. Stellt sich die Frage, welche falsche Finanzplanung erfolgte hier vom HSB, eine Antwort fehlt bis heute. Bringt man diese Umstände nun mit der unübersichtlichen Finanzierung der Spiele in Verbindung, ist die Entscheidung zum Referendum sehr verständlich.