erstellt am: 2. März 2014 / HSgV

2013 Bericht des 1. Vorsitzenden – Harald Harmstorf

Wie auch zuvor, steht mein Jahresbericht teilweise in Verbindung zu den Berichten meiner Vorstandskollegen, insbesondere bei rechtlichen Angelegenheiten sowie bei Nautik und Sicherheit.

Der Verband ist auch in 2013 bei allen das Segeln bzw. unsere generellen Angelegenheiten betreffenden Veranstaltungen, Sitzungen, Tagungen in Arbeitsgruppen oder dergleichen, von mir nicht nur vertreten worden, sondern konnte effektiv mit eingebracht worden.

So haben mehrere bedeutende Hamburger Arbeitsgruppen über die anstehenden Elbeausbaumaßnahmen getagt, wie z.B. das Schutzbündnis Deutsche Nordseeküste, Arbeitsgruppe Tide-Elbe-Strom, Forum Strombau- und Sedimentmanagement Tide-Elbe, Arbeitsgruppe Verschlickung der Tide-Elbe-Yachthäfen, Stiftungskuratorium zur Förderung der Tide-Elbe Yachthäfen und Naturschutzämter bei Befahrensregelungen in geschützten Gewässern für Hamburg und die Niederelbe.

Da der Hamburger Segler-Verband im Laufe der letzten Jahre, auch stellvertretend für die Landesseglerverbände Schleswig-Holstein und Niedersachsen, bei sämtlichen Sitzungen eingela¬den war, konnte durch gute eigene Erfahrungen sachlich zu den Themen beigetragen werden. Dabei war es bedeutend, auch ver-trauliche Informationen austauschen zu können.

Das traditionelle Frühjahrs-„Behördengespräch“ 2013 hat wieder maßgeblich zum gegenseitigen Verständnis beigetragen, vor allem bei der Sicherheit im Hafen und auf der Elbe.

Unser Hamburger Segler-Verband hat bei derzeit um 13.000 Mitglieder ca. 90 % davon Fahrtensegler, die das Fundament der Vereine und damit auch des Verbandes darstellen und auf den Erhalt des Reviers Tide-Elbe einschließlich des Hamburger Hafens angewiesen sind. Das ist eine eindeutige Basis der Vereinsexistenz, vor allem bei solchen mit eigenen Hafenanlagen.

So war es auch diesmal wieder ein Schwerpunkt, die Befahrbarkeit durch Tiefenhaltungsbaumaßnahmen aufrecht zu erhalten bzw. wiederherzustellen, wobei die Forderungen des Umweltschutzes dabei erheblich verschärft wurden. Dennoch konnten nahezu alle Probleme sach- und fachgerecht gelöst oder für Planungen vorbereitet werden.

Dabei darf das erforderliche Augenmaß für die zwingend vorrangige Großschifffahrt und der Erhalt bzw. die Förderung der mit dem Hamburger Hafen verbundenen Wirtschaftskraft mit internationaler Bedeutung nicht verloren gehen.

Durch die gerichtlichen Verzögerungen des Elbeausbaues kann bisher noch nicht die finanzielle Förderung der Yachthäfen aus den Erträgen des Senatsstiftungsfonds zum Tragen kommen.

Zurzeit bemühe ich mich um eine Freigabe der Erträge gemäß Stiftungsbeschluss durch einen entsprechenden Antrag an die Hamburger Bürgerschaft.

Dass die direkten Kontakte zum Deutschen Segler-Verband, dem Seglerrat im DSV, dem Landessportamt und dem Hamburger Sportbund gut bis sehr gut sind, hat nicht nur eine langjährige Tradition sondern ist auch selbstverständlich. Nur so konnten auch hier viele Themen gemeinsam bearbeitet werden.

Der German Offshore Award, der Senatswanderpreis für die beste deutsche Hochseeyacht aus internationalen Seeregatten ist auch in 2014 erneut verliehen worden. Hierbei hat der Hamburger Segler-Verband gemäß Stiftungsurkunde den Vorsitz der Jury und ist verantwortlich für die Vergabe als Vertreter des Senats zuständig.

2014 ist von Hamburg zum Jahr des Wassersports ernannt worden. Passend dazu soll erstmalig in Hamburg die „European Odyssee“ gestartet werden, eine Transatlantik-Rallye mit der ersten Etappe von Hamburg nach London und dann weiter zu den südeuropäischen Küstenhäfen über die Kanaren bis in die Karibik.

Dieser Start soll von uns als zuständiger Landesverband vor der Überseebrücke im Hamburger Hafen mit organisiert und koordiniert werden, sofern genügend Yachten melden.

Auf der Alster hat sich im Frühjahr 2013 ein tragischer, tödlicher Ruderunfall mit einem 13.jährigen Jungen ereignet, was viele entsetzt hat.

In der Folge hieraus ist es aber bedauerlicherweise zu schwer nachvollziehbaren Rundumschuldzuweisungen und beabsichtigten Verbandseigenverpflichtungen gekommen.

Auf diversen Sitzungen sowohl in der H S B-Wasserportkommission, als auch im Sportamt und durch persönliche Einzelgespräche konnten wir Segler gemeinsam mit den Landesverbänden Rudern, und Kanu, vor dem Sportausschuss der Hamburger Bürgerschaft wieder eine einheitliche Sachlichkeit erreichen. Darüber hinaus wurde ein zukünftiger, regelmäßiger Informationsaustausch mit dem Sport-ausschuss der Bürgerschaft vereinbart.

Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Hamburger Yachthafen-Gemeinschaft auch bei der hanseboot sowie der Gruppe Nedderelv bei Elberevierangelegenheiten sind ein guter Dauerbestand, dies gilt auch für die Zusammenarbeit mit den „Nordlichtern“, dem Fachverband Segeln Bremen, dem Segler-Verband Mecklenburg-Vorpommern, dem Segler-Verband Niedersachsen, dem Segler-Verband Schleswig-Holstein und dem Hamburger Segler-Verband.

Die ständigen, unerlässlichen Routinearbeiten und darüber hinaus, die in einem aktiven Segler-Verband anfallen und zunehmen, müssen ohne große Selbstdarstellungen erledigt werden. Ohne unsere gut funktionierende Geschäftsstelle, Cathrin Schaper, wäre das schon lange nicht mehr möglich.

Ich wünsche uns gemeinsam eine gute und sichere Saison 2014

Harald Harmstorf