erstellt am: 15. März 2013 / HSgV

2013 Bericht des 1. Vorsitzenden

Wie üblich, soll auch dieser Jahresbericht nur eine teilweise Ergänzung der jeweiligen Einzelberichte meiner Vorstandskollegen sein.

2012 hat sich, wie eigentlich in jedem Jahr auch, durch vielfäl­tige besondere Ereignisse geprägt, die im Einzelnen auch am Ham­burger Segler-­Verband nicht vorbei gegangen sind.

Veränderungen bzw. Neuverordnungen in der Gesetzeslage der Schifffahrt bzw. im Revier der Seeschifffahrt­ und Seestraßen, machen es uns nicht gerade leichter, auf dem Wasser zu sein.

Aber auch hierbei kann mit einer gewissen Beruhigung festgestellt werden, dass es uns intern, aber auch mit offener und manchmal ver­traulicher Unterstützung von außen, gelungen ist, einen geraden Weg nach vorne zu finden, bzw. beizubehalten.

Dabei hat sich auch in 2012 gezeigt, wie wichtig das traditionelle „Frühjahrsgespräch“ vor allem für unsere eigene Sicherheit ist. Sowohl auf der Ober­ und Unterelbe bis in die Deutsche Bucht als auch im Hamburger Hafen. Gerade hier hat durch stark ausgewei­tete Veranstaltungen auch der Verkehr mit Yachten deutlich zugenom­men und wird sich noch steigern. Auch in diesem Jahr findet das traditionelle Treffen am 17. April 2013 nun bereits zum 10. Mal statt und ist zu einem unverzichtba­ren Bestand unserer Verbandsarbeit geworden.

Der regelmäßige Austausch zwischen den 5 norddeutschen Landesver­ bänden Mecklenburg­-Vorpommern, Schleswig­-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen, ist zu einer guten Selbstverständlichkeit ge­worden. Desgleichen bestehen sehr gute Verbindungen zum Deutschen Segler­-Verband einschließlich des Seglerrates und zum Hamburger Sportbund.

Die mit großem Interesse erwartete Vorentscheidung am Bundesverwal­tungsgericht in Leipzig zum anstehenden Fahrrinnenausbau ist be­kannt. Die derzeitige Ablehnung hat jedoch erneut dazu geführt, dass die von starken Verschlickungen betroffenen Yachthäfen an der Elbe wei­terhin für die dringend erforderlichen Tiefenhaltungsmaßnahmen aus dem Senatsstiftungsfonds vorerst keine Zuschüsse erhalten.

Umso größere Bedeutung hat der interne Fonds im Verband, in den die betroffe­nen Vereine jährlich anteilig einzahlen. Auch in 2012 hat der Hamburger Segler­Verband nahezu seine gesam­ten freien Finanzmittel gemäß Mitgliederbeschluss für einen ver­hältnismäßig kleinen Kreis überwiegend Jugendlicher zur Förderung des Leistungssegeln aufgewendet. Der jährlich erstellte Trainingsplan zeigt das deutlich. Auch jetzt in 2013 ergibt sich die Frage nach der Verhältnismäßigkeit, da an­derweitige Projekte zur Vereinsförderung dadurch nicht empfohlen bzw. realisiert werden können. Eine erhoffte positive Veränderung zu Gunsten des Verbandes hat sich auch in 2012 durch die Mitglied­schaft im Sailing­Team Germany nicht ergeben.

Der German Offshore Award, d.h. der Senatspreis für die beste deut­sche Hochseejacht auf internationalen Seeregatten im Jahr 2012 ist zum 6. Mal am 08. Februar 2013 im Hamburger Rathaus verliehen wor­den. Der Hamburger­ Segler­Verband trägt, wie schon in den Jahren zuvor auch die Verantwortung zur Weitergabe des Senatswanderprei­ses gemäß Stiftungsurkunde und hat darüber hinaus den Vorsitz in der Fach­jury, die im Januar des Jahres getagt hat.

Die nunmehr gesetzlich beschlossene Führerscheinfreiheit für Boote mit Motoren bis 15 PS hat bei allen verantwortungsbewussten Gremien für Unverständnis und Ablehnung gesorgt, so auch im Hamburger­Segler­­Verband. Als besonders unverantwortlich wird dieses Gesetz für das Befahren der Seeschifffahrts­ und Seestraßen gehalten.

Das Projekt „Sailing Team Germany“ hat sich ständig weiter entwic­kelt und konnte bereits gute Erfolge vorweisen, auch wenn es immer wieder Kritik gab. Teils zu Recht, teils aber völlig zu Unrecht. Hier besteht leicht die Gefahr, dass durch Küstenklatsch der tat­sächliche Sachverhalt untergeht. Wir in Hamburg hoffen auf einen weiteren erfolgreichen Kurs und werden die Mitgliedschaft zum Sai­ling Team Germany e.V. weiterhin aufrecht erhalten.

Da der Vertragsentwurf für die teilweise unter Naturschutzstel­lung der Billwerder Bucht nun zur Gesetzgebung vorliegt, hat der Verband gemeinsam mit dem betroffenen Bille­Wander­Segel­Ver­ein termingerecht Einspruch zu den infrage kommenden Einzelver­ordnungen erhoben. Dem hat sich nunmehr auch der Hamburger­Sport­bund mit der Wasser­Sport­Kommission angeschlossen. Entscheidend ist hierbei die Vereins­Existenzsicherung durch die dauerhafte Tiefenhaltung der bisher betonnten Fahrwasserrinne durch HPA. Mit der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt / BSU werden derzeit laufend sachliche Gespräche geführt und Informati­onen ausgetauscht.

Wegen nicht vorhandener Finanzmittel für die Verlagerung des Neu­lander Yacht­ Club in den Oortkatener Hafen bleibt der derzeitige Standort am Schweensand z.Zt. ohne konkrete Bestandsgarantie ak­tuell. Da dieser Zustand wegen nun auch erforderlicher Investitionen ein nicht zur akzeptierender Zustand ist, bemüht sich der Verband um eine tragbare Gesamtlösung.

Die „Hanseboot“ der Hamburg Messe geht im Jahr 2013 aus gegebenem Anlass neue Wege. So werden die nicht voll belegten A­Hallen vorerst aus dem Belegungskonzept herausgenommen und die gesamte Ausstellung in die B­ Hallen in ein Gesamtkonzept zusammen­gezogen. Da der Hamburger Segler-­Verband auch zukünftig mit dem Partner, der Hamburger Yachthafen­Gemeinschaft, einen gemeinsamen Messe­stand betreiben will und dieser Stand seit vielen Jahren bereits in den B­Hallen liegt, sehen wir dem neuen Konzept in Ruhe ent­gegen. Hieraus erwarten wir darüber hinaus eine gestärkte Präsenz. Geplant ist, möglichst den Schleswig­Holsteinischen Segler­Ver­band in dieses Konzept mit einzubinden und wie im letzten Jahr die Hamburger Segler­ Jugend.

Gemeinsam mit dem Deutschen-­Segler-­Verband sowie den Landes­-Segler­ Verbänden Schleswig-­Holstein und Niedersachsen wurden mit der Wasser­und Schifffahrtsdirektion in Kiel mehrere persönliche Ge­spräche über das Elbrevier geführt. So auch über die Tiefenhal­tungsmaßnahmen der Yachthäfen im Tidebereich der Elbe und der vermutlich zu erwartenden Befahrensregelung der Haseldorfer Ne­benelbe, ähnlich wie im Mühlenberger Loch.

Großen Anteil an den Sachthemen der Unterelbe hat die Gruppe Nedderelv, mit der unser Verband eine engere Kooperation ver­einbart hat.

Die Olympischen Spiele 2012 haben nicht die von den Medien hoch gesteckten Ziele im Segelsport erreichen können. Aber es war ein guter Er­folg aller teilnehmenden deutschen Sportler und der unerwartet begeisterte Empfang der „Deutschland“ im Hamburger Hafen hat das eindrucksvoll unterstrichen. Schon jetzt laufen sowohl beim Deutschen Segler­Verband als auch beim Sailing Team Germany bereits die Trainingsmaßnahmen zur Vor­bereitung die Olympischen Spiele 2016.

Dieser Bericht kann selbstverständlich nur ein Auszug der regel­mäßigen Verbandsarbeiten und Verpflichtungen sein. Ein Großteil hiervon läuft über unsere Geschäftsstelle, ohne die vieles nicht möglich wäre.

Eine gute und sichere Saison ist der Wunsch und das Ziel des Ver­bandes für 2013.